Das Katzenelend
In Lingen und Umgebung leben viele herrenlose, verwilderte Katzen in Siedlungen, Gartenanlagen und Parks. Viele sind halb verhungert, befallen von Flöhen und Würmern. Freilebende Katzen sind Tiere, die nicht auf den Menschen geprägt und daher extrem scheu sind. Bei diesen Katzen handelt es sich um verwilderte Hauskatzen, die oftmals schon seit Generationen keinen engeren Kontakt zu Menschen gehabt haben.
Bekommt eine Kätzin zweimal pro Jahr Junge und vermehrt sich der Nachwuchs wiederum, so wächst die Population innerhalb von zehn Jahren auf unglaubliche 80 Millionen Tiere an. Dies ist allerdings nur Theorie; die Dunkelziffer der streunenden Katzen ist hoch, ebenso die Sterberate.
Die einzige sinnvolle Hilfe für freilebende Katzen ist, sie zu kastrieren, zu kennzeichnen una an Ort und Stelle wieder in die Freiheit zu entlassen.
Für verwilderte Tiere ist es jedoch nicht zumutbar, sie den Rest ihres Lebens in ein Tierheim zu sperren. Katzen, die nicht auf den Menschen geprägt sind, leiden derartig unter dem Eingesperrtsein, dass sie häufig an diesen ungewohnten Situationen sterben. Katzen, die älter als zwei bis drei Monate sind, können meist kaum gezähmt werden. Da die scheuen Tiere nur äußerst selten vermittelt werden können, wären die Tierheime innerhalb kurzer Zeit mit verängstigten, unglücklichen Katzen überfüllt.
Jeder Mensch, der Katze oder Kater Freilauf gewährt, sollte das Tier kastrieren lassen. Die Kastration kostet zwar Geld, ist aber letzlich billiger als das Füttern grosser Katzenbestände.
Wir setzen uns für die Kastration von wilden, freilaufenden Katzen in unserer Stadt ein. Bei finanziellen Problemen beteiligen wir uns an den Kosten der Kastration.