Tierschutzfälle
Hier werden unsere Tierschutzfälle vorgestellt.
März 2009:
Am 10.03.09 erhielt ich auf einem der Tierschutzhandy’s einen Hilferuf der Katzenhilfe Rheine.
Es ging um mehrere Katzen, die auf einem Hof in der Gem. Emsbüren lebten und dort wegen Aufgabe des Hofes weg müssten. Man hätte schon das Lingener Tierheim gefragt, aber die könnten nicht helfen. Die Katzenhilfe Rheine hätte zu diesem Zeitpunkt nur Platz für eine Katze.
Nach Absprache mit den Pflegestellen konnte ich für 3 – 4 Katzen Hilfe zusagen.
Am 12.03.09 holte die Katzenhilfe Rheine 5 Katzen dort ab. Bei der Übergabe wurde mir dann berichtet, dass sich auch noch weitere Tiere dort befänden, u.a. Geflügel und Schweine.
Was sollte man tun???
Am nächsten Tag suchte ich den Hof selber auf und sprach mit dem Besitzer. Der Mann war von seiner Frau verlassen worden und könne aufgrund finanzieller Belastungen den Hof nicht länger halten. Auch wäre er Vollzeit berufstätig und hätte nicht die Zeit, die Ställe und Käfige, die auch schon von seiner Frau vernachlässigt worden waren, zu reinigen. Zudem fehle auch das Geld für die Futterkosten.
Bei den Tieren handelte es sich um noch 2 Katzen, 1 Hund, 1 Ziege, 1 Minischwein, 1 junges Mastschwein, 2 Gänse, 3 Enten, ca. 25 Hühner, 2 Kaninchen und 6 Meerschweinchen.
Da die Tiere auf den ersten Blick nicht auffällig abgemagert waren und der Mann bereit war die Tiere abzugeben und bis dahin mit Futter und Wasser zu versorgen, haben wir keine Anzeige beim Veterinäramt erstattet.
Die beiden Katzen, die Meerschweinchen und Kaninchen konnten auf Pflegestellen unseres Vereins untergebracht werden.
Aber was sollte mit den restlichen Tieren geschehen???
Wir starteten einen Hilferuf für das Geflügel im Internet.
Mit dem Erfolg, dass die 2 Gänse, die 3 Enten und 5 Hühner ein neues Zuhause bei einem Privatmann in Bawinkel bekamen und jetzt in einem großen Freigehege mit angeschlossenem Stall leben.
Zeitgleich forschten wir im Internet nach Adressen von anderen Tierschutzvereinen und Gnadenhöfen in der Region und riefen alle an.
Die Resonanz war überwältigend. Viele Vereine boten ihre Hilfe an oder kontaktierten Privatpersonen, um für die Tiere ein neues Zuhause zu finden.
Und so konnten alle Tiere bis zum 31.3.09 abgeholt und untergebracht werden:
Die Ziege, die vorher mit den beiden Gänsen in einer Fertiggarage ohne Auslauf lebte, konnte ich, dank der Vermittlung des Gnadenhofs "Stifting Melief" in Sögel, in ein neues Zuhause nach Esterwegen bringen, wo sie jetzt in einem artgerechten Gehege mit mehreren anderen Ziegen lebt.
Die Hündin „Ronja" befindet sich auf einer Pflegestelle des Vereins „Hortus Animalis" in Freren, von wo sie ein neues Zuhause sucht.
Die restlichen 20 Hühner wurden von dem „Hagel-Hof“ in Löningen übernommen. Wer Interesse hat kann sich gerne da melden.
Die beiden Schweine sind auf derselben, erfahrenen Pflegestelle, die auch schon 2007 die Minischweine für uns betreut hat. Leider waren die beiden in keinem guten Zustand. Bei dem einen wurde eine Unterernährung festgestellt und bei dem anderen sind die Klauen in einem katastrophalen Zustand, so dass die beiden vorerst nicht in der Vermittlung sind.
Für die Katze „Blue" und die Kaninchen, sowie die zahlreichen Meerschweinchen auf unserer Seite, die alle aus diesem Tierschutzfall stammen, da die drei weiblichen Meerschweinchen tragend waren, suchen wir dringend neue Zuhause.
Auch für finanzielle Unterstützung, sowie Futterspenden wären wir sehr dankbar.
Spenden können Sie auf das Konto des
Tierschutzvereins Tierfreunde Lingen e.V.
Sparkasse Emsland
BLZ 266 500 01
Kto-Nr .: 100 104 7354
Herzlichen Dank!
Persönlich möchte ich mich noch bei allen Privatpersonen und Vereinen, die uns ihre Hilfe angeboten und versucht haben Plätze für die Tier zu finden, ob erfolgreich oder auch nicht, von ganzem Herzen bedanken. Alleine hätten wir das nicht geschafft!
Andrea Keil, 1. Vorsitzende

26. Januar 2009:
Am Montag dem 26. Januar 2009 wurde im Bereich Kiesberg/Am Kaninchenberg ein schwarz-weißer, unkastrierter ca. 6-7 Monate alter Kater gefunden. Das Tier wies zum Zeitpunkt des Auffindens eine ca. 4-6 Tage alte, männerhandgroße Verletzung an der rechten Körperhälfte auf. Die junge Dame, die das Tier fand wandte sich sofort an einen Tierarzt, der sie bat, sich an unseren Tierschutzverein zu wenden. Daraufhin wurde der Kater umgehend in die Tierarztpraxis von Frau Dr. R. Paproth gebracht und tierärztlich versorgt. Ob er aufgrund dieser großen Verletzung eine Überlebenschance hat, war zu diesem Zeitpunkt noch fraglich.




Aber Juri (so wurde er von den Tierfreunden getauft) hat allen mit seinem Lebenswillen bewiesen, daß sich Tierschutz in jeder Hinsicht lohnt. Noch muß er die tierärztliche Versorgung täglich über sich ergehen lassen, und auch der Heilungsprozess geht nur langsam vorwärts, dennoch zeigt dieser tapfere kleine Kater jeden Tag neu, wie dankbar er ist.
Natürchlich sucht auch unser Juri liebe und nette Leute, die bereit sind, ihm nach einer gewissen Zeit (noch benötigt er tierärztliche Betreuung und intensive Pflege) ein neues Zuhause bieten.
Dankbar wären wir auch allen, die uns in finanzieller Hinsicht unterstützen würden, Tierarztkosten sind oft sehr hoch und nur so wird es uns erst möglich gemacht, bei solchen Tierschutzfällen sofort zu helfen.
Spenden können Sie auf das Konto des
Tierschutzvereins Tierfreunde Lingen e.V.
Sparkasse Emsland
BLZ 266 500 01
Kto-Nr .: 100 104 7354
Stichwort: "Juri"
Herzlichen Dank!

24. November 2008:
Nachdem Franzi im November 2008 total abgemagert und verwahrlost auf unsere Pflegestelle gekommen ist, hat sie sich sehr gut erholt. Sie wurde tierärztlich untersucht und aufgepäppelt, noch hat sie nicht alle Defizite aufgeholt, ist aber auf dem besten Wege ein ganz normales Reitpony (Endmaß) zu werden.
Sie ist eine hübsche, zierliche, ca. 4-jährige braune Stute die in der nächsten Zeit, nach allem was sie erlebt hat, den Platz fürs Leben sucht. Geeignet wären pferdeerfahrene Leute, die die Ausbildung dieser absolut lieben und braven Stute übernehmen möchten und ihr zudem Pferdegesellschaft bieten können.
Franzi wird mit einem Schutzvertrag vermittelt, bei ernsthaftem Interesse melden sie sich bitte unter der Telefonnummer: 05966/ 926840.

30. Oktober 2008:
Vorwürfe gegen Tierbesitzer
ik Twist.
"Harry" ist tot, daran besteht kein Zweifel. "Harry", das war zu Lebzeiten ein etwa 150 Zentimeter großes dunkelbraunes Kleinpferd. Welche Umstände zu seinem Tod führten, mag der Tierarzt wissen, der "Harry" einschläferte. Tatsache ist, dass sich das Kreisveterinäramt um die Hobby-Pferdehaltung im Twister Ortsteil Adorf kümmert, in dem sich "Harry" befand.

Verletzungen am Kopf und im Bereich des Auges � das Pferd "Harry" ist tot. Es wurde eingeschläfert. Die Frage nach dem Warum bleibt. Auch über das Alter des Pferdes gibt es unterschiedliche Angaben.
Aufmerksam auf die Pferdehaltung wurde unsere Zeitung durch Erwin Veen, der ebenfalls in Adorf wohnt. "Ich habe seit Mai ein Auge auf die Misshandlung von Pferden in meiner Nachbarschaft", sagte er und führte aus, dass er bereits im Mai und Juni die Polizei und das Kreisveterinäramt auf die Situation aufmerksam gemacht habe. "Nun liegt eines der Tiere tot in seiner Box", so der 40-Jährige. Weiter berichtete er, dass sich im Stall zwei weitere, und zwar stark abgemagerte, Pferde befinden würden.
Der Tod von "Harry" geht Erwin Veen besonders nahe, denn er gibt sich als der Züchter des Tieres zu erkennen. "Harry wurde am 3. Juni 2001 bei mir geboren", sagt er und zeigt Fotos von dem damals wenige Tage alten Fohlen, die es gemeinsam mit seiner Mutter vor dem Züchterstall in Adorf zeigen. Die Bilder tragen auf der Rückseite einen sogenannten Printer-Stempel und dokumentieren damit, dass sie im Juni des Jahres 2001 abgezogen wurden.
"Harry" wechselte in den Besitz eines Adorfers, der, so Veen, im Mai dieses Jahres verstorben ist. "Die Witwe kann sich nicht um die Tiere kümmern", sagt der Züchter, "da sie mehrere Schlaganfälle erlitten hat". Die Tiere würden sich somit seit Mai in der Obhut der beiden Stiefkinder, etwa 40 und 35 Jahre alt, des verstorbenen Pferdebesitzers befinden. "Aber sie kümmern sich nicht", sagt Erwin Veen. Die Tiere würden in dunklen, engen und verletzungsträchtigen Verschlägen gehalten. Die Weide hätten sie den ganzen Sommer über nicht gesehen, zudem würden sie sich in einem schlechten Futter- und Pflegezustand befinden. Die Boxen würden nicht gemistet. "Sie stehen in ihrem Dreck", berichtet Veen.
Die anderen beiden Pferde beschreibt er als den Appaloosa-Hengst "Carlos", der etwa fünf Jahre alt sei, sowie als eine etwa dreijährige braune Stute, die von ihrem verstorbenen Besitzer meist "Merrie" gerufen wurde. Veen informierte schließlich im Juni das Kreisveterinäramt über die Zustände der Pferdehaltung, nachdem man ihn bei der Polizei über die Zuständigkeiten aufgeklärt hatte.
Anja Rohde, Pressesprecherin des Landkreises, bestätigt, dass sich am 18. Juni ein Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes die Pferdehaltung in Adorf angesehen habe. "Der Mitarbeiter vor Ort sah Aufklärungs- und Optimierungsbedarf", so Rohde in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Auch sei eine tierärztliche Behandlung angeordnet worden. Laut Rohde habe die letzte Behandlung am 22. Juli stattgefunden. Sie berichtet auch, dass ein, laut Tierarzt, etwa 14 Jahre altes Pferd eingeschläfert wurde. Über die Umstände, die dazu führten, das Tier zu erlösen, sei ihr nichts bekannt.
Erwin Veen will am 27. Oktober um 17.41 Uhr eine SMS von der Stieftochter des verstorbenen Pferdebesitzers erhalten haben. In der SMS wird mitgeteilt: "Wollt dir eben Bescheid geben, Harry ist tot. Haben ihn einschläfern lassen. Er war vergiftet worden, dadurch bekloppt geworden und hat sich das Genick gebrochen." Jetzt sorgt sich Veen um die beiden anderen Tiere. "Wir haben auch zukünftig ein Auge auf die Pferdehaltung", versichert Anja Rohde. "Allerdings halten wir es für sinnvoller, mit den Besitzern im Gespräch zu bleiben." Die Pferdebesitzer selber wollten sich unserer Zeitung gegenüber nicht zu den Vorgängen äußern.